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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

The Quick and the Blue

September 9, 2010 1 Kommentar

Eigentlich dachte ich ja, die Welt hätte schon mehr als genug Remixes von Mega Man 2 Stücken gehört, aber natürlich wurde ich mal wieder eines besseren belehrt. Nagut, im Endeffekt ist es zwar Geschmackssache, aber “The Quick and the Blue” gefällt mir einfach gut. Das Lied wurde vor kurzem auf OCRemix hochgeladen und hat dann auch seinen Weg in den entsprechenden Youtube Channel gefunden, welcher wiederum in meinen Abonnements drin ist.

Der Titel ist eine Anspielung auf “The Quick and the Dead” von 1995, ein Film in dem es um Schießpistolenduelle geht, oder wie auch immer man das sonst nennt, wenn 2 Leute sich in einem Western gegenüber stehen und dann der Schnellere den Langsameren erschießt. Das passt natürlich hervorragend zu Quick man, und so wurde aus dem Remix ein halbwegs nach Western klingender Song mit Lyrics über das Duell zwischen Mega Man und Quick Man. Das Ganze enthält einige Klischees und eine Menge Pathos, und stellt die Sache zudem eher von Quickmans Seite aus dar, der in dem Lied wie ein tragischer Held besungen wird.
Auf jeden Fall einer der ungewöhnlicheren Remixes, wenn auch in erster Linie wegen der lustigen Lyrics.

Kategorien:Musik, Spiele

AKB48 – Idols vom Fliessband

August 22, 2010 4 Kommentare

Eigentlich meide ich das japanische TV ja wie der Teufel das Weihwasser. Ich würde es zumindest gern, aber leider haben zu viele Bekannte entweder vergessen, dass man Fernseher auch ausschalten kann, oder sie denken, der Apparat müsse 24 Stunden am Tag laufen, wie die Telescreens aus 1984.
Der Grad an Gehirnwäsche im japanischen TV dürfte jedenfalls ähnlich hoch sein wie in der Zukunftsvision aus Orwells Roman.

Aber auch jenseits des Fernsehprogramms kann man der ätzenden Marketingmaschine einfach nicht entkommen. Vor ein paar Wochen gab es zum Beispiel in allen Seven Eleven Konbinis ein “AKB48 Fair

Pro 700 Yen Einkaufswert durfte man ein Los ziehen, von denen natürlich die meisten Nieten waren. Hatte man Glück, dann bekam man vielleicht ein Getränk im Wert von 150 Yen. Die Sache ist natürlich einfach zu durchschauen: Der Anreiz, eventuell etwas umsonst zu bekommen treibt die Leute dazu, doch noch ein bisschen mehr zu kaufen, auch wenn sie es eigentlich garnicht brauchen oder haben wollen. Zudem verkaufen sich Produkte nunmal besser wenn sie von Menschen präsentiert werden, da Gesichter das Unterbewusstsein ansprechen. Da ist es natürlich toll, wenn man im ganzen Laden kleine Schildchen mit den AKB48 Mädels vor die Produkte stecken kann.

Marketing ist nötig, denn irgendwie muss man die Dinge ja auch in der wirtschaftlich schlechten Zeit los werden, und wenn die Läden viel verkaufen dann kommt es der Wirtschaft insgesamt zugute. Objektiv kritisieren kann man die Sache also schwer.
Was mich nur ärgert ist die Art wie dabei vorgegangen wird: Wer sich zum Beispiel wundert wieso auf dem oberen Bild so viele Mädchen sind, dass die hintere Reihe kaum noch zu erkennen ist, der wird nicht schlecht überrascht sein zu erfahren, dass es sich dabei nur um ein Drittel der gesamten Gruppe handelt. Die 48 in AKB48 steht nämlich für die Anzahl der Mitglieder. Ja richtig, 48 Mitglieder in einer Idol Gruppe. Und nein, das ist kein Mädchenchor. (Ein neues Konzept ist das übrigens nicht, denn auch in den 90ern gab es zum Beispiel schon die Gruppe Morning Musume, die vor allem durch ihre Masse an Mitgliedern hervorstach.)
AKB48 teilt sich auf in Team A (sozusagen das A-Team ha ha <_<), Team K und Team B. Diese produzieren natürlich fleissig Singles und Alben, auf denen selbstverständlich keines der Lieder von den Mädchen selbst geschrieben wurde. Die dürfen nämlich nur singen und tanzen und in die Kamera lächeln. Und natürlich in allen möglichen Variety Shows zu Gast sein um Charaktere aus Dragonball zu malen und so Zeug.
Hier wird auch klar, wieso 48 Mitglieder nützlich sind: Man hat ständig neues Futter für verschiedene Marketing Aktionen und Promotions. Gleichzeitig sind die Mitglieder unter einem Namen vereint, der überall auftaucht, und mit dem auch jeder etwas anfangen kann. “Hier ist gleich jemand aus AKB48 zu Gast!!” und schon steigen die Einschaltquoten.
Die hohe Zahl an Mitgliedern macht es auch sehr leicht, einzelne Mädchen rauszuwerfen oder auszutauschen. Eine Fünfergruppe würde an Identität verlieren wenn ein Mitglied geht, denn schliesslich stellt es ein Fünftel der ganzen Gruppe dar. Bei AKB48 ist jedes Mitglied dagegen nur knapp ein Fünfzigstel und ist darum auch viel entbehrlicher. Ein “Wegwerfidol” sozusagen.

Da überrascht es nicht, dass Ex-AKB Mitglied Rina Nakanishi nach ihrem Austritt aus der Girlgroup direkt in’s Pornogewerbe eingestiegen ist, und dort jetzt wahrscheinlich die Verkäufe anheizt mit “AKB48 Pornos”.  Mich würde es auch nicht wundern, wenn die ganze Sache von den Producern als Deal selbst so eingeleitet und hingebogen wurde, denn es ist quasi ein offenes Geheimnis, dass die japanische Entertainmentindustrie recht stark in Richtung Prostitution tendiert, und es für schlechter gestellte Idols und Schauspielerinnen nicht unüblich ist, sich “hochzuschlafen”.

An Nachschub für die Gruppe herrscht dabei sicher kein Mangel, denn da die ganze Idol Industrie in Japan relativ groß ist, ist es natürlich der Traum vieler Mädchen, auch mal auf der Bühne zu stehen. Da Karaoke zudem ein sehr populäres Hobby ist, sind Leute die einigermaßen gut singen können auch keine Seltenheit, und das reicht ja theoretisch schon aus. Der Rest lässt sich mit Makeup und Schönheits-OPs schon hinkriegen. Oder vielleicht sollte man eher sagen Konformitäts-OPs, denn jeglicher Charakter wird den Personen dabei geraubt, damit sie alle dem entsprechen können was die meisten Zuschauer anspricht. (Beispiele dazu lassen sich auf Youtube mehr als genug finden)
Gerade dieser Andrang ist, denke ich, auch mit dafür verantwortlich, dass japanische Producer mit den Leuten umgehen können wie mit Vieh, denn wenn jemand nicht willens ist für den Erfolg noch ein kleines Stückchen weiter zu gehen, wird eben so lange die Nächste hereingewinkt bis sich eine findet die sich für nichts zu schade ist.

Eine gewisse Dekadenz kann man der Popindustrie wohl auch in Deutschland oder den USA nicht absprechen, aber in Japan scheint mir alles noch einmal eine Spur menschenverachtender, aufdringlicher und vor allem plumper als anderswo. Als würde man garnicht mal mehr versuchen, die Leute als etwas anderes zu verkaufen als reine Marketingsymbole. Positiv gesehn könnte man so zumindest sagen, dass auch eine gewisse Ehrlichkeit herrscht. “Wir wollen, dass ihr das hier kauft, deswegen drucken wir die Mädels drauf ab. Also kauft es auch!!”

Kategorien:Japan, Musik

Up the irons

August 21, 2010 3 Kommentare

Diese Woche ist das neue Iron Maiden Album herausgekommen: “The Final Frontier”.

Ich denke, wer Iron Maiden kennt wird ungefähr wissen was er zu erwarten hat, und wer die Band nicht kennt, sowas soll es ja auch geben, dem könnte ich auch mit Worten keinen sinnvollen Eindruck vermitteln.
Musik mit Worten zu beschreiben fällt mir in der Tat sehr schwer, aber wozu gibt es schliesslich Youtube und Co, wo man in alles mögliche einmal reinhören kann.

Für mich klingt das Album zumindest recht abwechslungsreich und “dicht”. Die Musik hat genug Variationen um auch nach dem x-ten Anhören noch interessant zu sein, und mir nicht aus den Ohren heraus zu hängen. Ausserdem ist sie relativ frei von aufdringlichen Melodien die herausstechen und sich wiederholen, und mir dabei auf den Wecker gehen. Angeblich unterscheidet es sich stark vom “alten” Iron Maiden, und ehrlichgesagt kenne ich die Band nicht gut genug um irgendwelche Entwicklungen nachvollziehen zu können, aber viele Dinge erinnern mich doch sehr an die älteren Lieder die ich kenne.

Ansonsten möchte ich das Album garnicht bewerten, und könnte es auch garnicht wirklich. Viele meiner Bekannten können zum Beispiel mit Bands wie Iron Maiden nichts anfangen weil sie nicht über die verzerrte E-Gitarre hinwegkommen. Wem der Klang nicht gefällt, dem hilft auch das tollste Review nichts. Aber das ist wohl Gewöhnungssache. Da mein Vater schon immer Heavy Metal Fan war, dröhnten bei uns oft Bands wie Iron Maiden durch’s Haus, und darum bin ich an solche Klänge gewöhnt und kann die Lieder schätzen die dahinter stecken.

Ein bisschen schade nur, dass Iron Maiden Maskottchen Eddie im Video zu Final Frontier so komisch aussieht. Ähnlich wie ich schon über H.R. Giger und den C64 geschrieben habe, hat sich nämlich auch Eddies etwas älteres Design bei mir sehr eingeprägt. Als Kind war ich immer recht fasziniert von den Covers der Alben bzw. Postern die bei uns im Haus herumhingen, und habe mich gefragt warum er wohl bei Seventh Son of a Seventh Son keinen Unterkörper hat, und ob das Essen einfach unten wieder raus fällt wenn er etwas isst. Solches Zeug eben. Wenn man Jünger ist nimmt man solche Dinge ein wenig zu ernst, glaube ich.

Da ich mir aber nun endlich ein kleines Wacom Tablet geholt habe und nicht mehr mit der Maus malen muss, hier mal ein kleines Bild vom “alten” Eddie, so alt, dass er schon nur noch ein paar weisse Haare hat wie es scheint. =)

Das rechte Ohr ist ein bisschen höher, aber irgendwie habe ich jetzt auch keine Lust mehr, das noch zu verbessern. *ähem*

Kategorien:Musik
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